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Schule der Zukunft – Warum Werte für die Schulbildung wichtig sind

Osterempfang mit Vertretern aus Gesellschaft und Kirche an der August-Hermann-Francke-Schule Detmold

Was muss Schule heute sein? Was muss sie leisten, was muss sie bieten? Das sind Fragen, die sich die August-Herman-Francke-Schulen anlässlich des jährlichen Osterempfangs stellten, wobei sie den Gästen zunächst einmal ein festliches Programm boten. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bildung, Wirtschaft und Kirche waren zu dem Anlass zugegen und genossen das bunte, abwechslungsreiche Programm. 

Neben musikalischen Darbietungen der Schüler des AHF-Gymnasiums wurde in dem von den Schülerinnen Jasmin Gärtner und Nele Westphal von der AHF-Grundschule Lemgo theatralisch inszenierten Jahresrückblick vor allem an die Kundgebung für verfolgten Christen in Irak und Syrien auf dem Detmolder Marktplatz im Oktober letzten Jahres erinnert, sowie an die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Januar und das Projekt 'Von Jesus lernen' zur Charakterbildung an der AHF-Grundschule Detmold, welches besonders vom Hauptredner des Abends, Dr. Stephan Holthaus, gelobt wurde.

Dr. Holthaus, Prorektor an der Freien Theologischen Hochschule Gießen, sieht als Ethiker und Kirchenhistoriker die Aufgabe der Schule heute darin, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Die Schule der Zukunft brauche vor allem gute Lehrer, die auch Pädagogen sind. Denn den Kindern heute fehle es nicht an Wissen. "Die entscheidende Frage ist nicht die der Wissensvermittlung, sondern der Wertevermittlung!" Auch die Schüler der AHF-Schulen seien Kinder unserer Zeit, die sich neuen Problemen unserer Zeit ausgesetzt sehen. Ängste, ADHS, Unkonzentriertheit - das sind die Probleme, denen sich die Schule der Zukunft heute stellen muss. Und das unter einer Vielzahl pädagogischer Konzepte, unter denen man vergeblich nach dem einen Patentrezept für Erziehung sucht. 

Holthaus sieht den Schlüssel zur Wertevermittlung in der Beziehung zu den Schülern. Darin lobt er die christlichen Schulen als "Antwort auf den Zeitgeist" und schloss mit der Ermutigung, dass die Herausforderungen der Zeit zwar größer sein mögen als in der Vergangenheit. "Aber Gott ist immer noch der Gleiche!" Nach dem festlichen Programm hatten die Gäste Zeit am Buffet miteinander ins Gespräch zu kommen und über die Schule der Zukunft zu sinnieren.