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Lehrer auf der Schulbank

Christlicher Schulverein Lippe organisiert schulübergreifende Lehrerfortbildung für seine Mitarbeiter

Mit den Worten: „Gute Gemeinschaft ist eine gute Grundlage für eine christliche Schule.“ eröffnete der Peter Dück, Geschäftsführer des Christlichen Schulvereins Lippe den gemeinsamen Abend für die Lehrer und Lehrerinnen der August-Hermann-Francke-Schulen.

Um den steigenden Anforderungen des Berufes gerecht zu werden, bleibe es nicht aus, auch nach dem Studium und der Referendariatsphase selbst weiter noch die Schulbank zu drücken. Als Referent konnte Dr. Stephen J. Fyson, langjähriger Schulleiter des St Philip's Christian College in Newcastle, Australien und aktuell Direktor am dortigen Excellence Center, gewonnen werden. Sein Interesse gilt vor allem dem biblischen Verständnis von Lehren und Lernen und den aktuellen Herausforderungen an christlichen Schulen. „Die Jüngeren unter Ihren Kollegen sind in der Universität mit dem Gedanken konfrontiert worden, dass der Glaube an Gott heute nicht dem modernen wissenschaftlichen Denken entspreche und längst überholt sei.“, so Dr. Fysen. „Allerdings ist für das Verständnis von Exzellenz, als ein außergewöhnliches Leistungsergebnis, die Würde und das Potential des Menschen als von Gott geschaffenes Wesen nur logisch und folgerichtig.“ So motivierte er das Kollegium, sich selbst und auch seine Schülerinnen und Schüler täglich dem gnädigen Gott anzuvertrauen, um von ihm Beistand und Gelingen zu erwarten. Schließlich könne niemand verbieten, von Gott viel zu erwarten.

Schon in der letzten Ferienwoche hatte der Schulträger ein Seminarprogramm den etwa 240 Lehrerinnen und Lehrer der August-Hermann-Francke-Schulen angeboten. Von pädagogischen Grundlagenseminaren für die neuen Kollegen, bis zu praktischen, theologischen und psychologischen Inhalten wie: „English is fun“, „Interaktive Übungen mit dem iPad erstellen“, „Lernen von Jesus als Pädagogen“ oder „Selbstmanagement mit MS Outlook“. Das Seminar „Kommunikation und Gesprächsführung mit (schwierigen) Eltern“, von Prof. Dr. Dr. Volker und Dr. Martina Kessler, traf besonders den Nerv der Lehrer, so dass es sogar zweimal durchgeführt werden konnte. Dieses Seminar beschäftigte sich mit dem manchmal leidigen Thema „Elterngespräche“. Wie können Gespräche mit Eltern konstruktiv geführt werden, gerade auch mit solchen Eltern, auch dann, wenn die Einschätzung über einen Schüler weit auseinandergeht? Der Ansatz dabei waren aber weniger die „schwierigen“ Eltern, sondern zunächst die eigene Persönlichkeit des Lehrers und der Umgang mit negativen Emotionen sowie mit Gesprächsstörern und –förderern auf Grundlage der Transaktionsanalyse nach Eric Berne.  Mit vielen Praxiseinlagen und guten Tipps wurde das Seminar sehr persönlich und lebensnah.

Erstmalig wurde eine so breite Auswahl an Seminaren angeboten, die teilweise von internen Mitarbeitern aber auch von externen Spezialisten angeboten, so dass die Lehrer sich nach Interesse und Bedarf für die Themen entscheiden konnten. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren zu diesem neuen Konzept so positiv, dass zukünftig alle zwei Jahre solche Seminartage veranstaltet werden sollen. Zu einer guten Gemeinschaft unter den Kollegen trugen sowohl im Sommer als auch am vergangenen Donnerstagabend die Austauschphasen zwischen den Lektionen, aber ganz besonders die Zeit zur Begegnung beim Essen bei.